Qualitätsmanagement in der Heilpraktikerpraxis

Qualität finden wir ja per se erstmal gut. Qualitätssicherung noch mehr. Aber was bedeutet Qualitätsmanagement in einer Heilpraktikerpraxis genau? Konkret bedeutet es, dass das eigene Tun in einer Praxis beobachtet, dokumentiert und dann verbessert wird. Es gibt Umfangreiche Tools und Fortbildungen zu dieser Thematik und immer öfter wird auch in der Prüfung dazu gefragt. Deshalb stelle ich euch heute einen einfachen Leitfaden vor, der in jeder Praxis niedrigschwellig und schnell umgesetzt werden kann. Und der Lust auf mehr macht: Nächste Halt = IsoNorm, i like it 😉

Mit dem Qualitätsmanagement ist sowohl für den Praxisinhaber als auch für den Patienten eine große Sicherheit vorhanden, die durch die Organisation im Praxisalltag führt. Legen wir ein handfestes Konzept vor, ist weder der Besuch vom Gesundheitsamt zu fürchten, noch kritische Nachfragen von Patientenseite. Gerade für invasiv-arbeitende Praxen gibt es strenge Vorgaben die eingehalten werden müssen, da ist es nur hilfreich die Situation regelmäßig im Blick zu haben. Durch das Patientenrechtegesetz sind wir verpflichtet zeitnah Auskunft über Fehler- und Ergebnisdokumentation geben zu können. Zudem macht es das Praxisleben unter den Mitarbeitern deutlich zufriedener, wenn weniger Unklarheit über Arbeitsbereiche besteht.

Beginnen können wir mit Stift, Papier und allen Mitarbeitern. Das Grundsystem besteht aus vier Pfeilern:

PLAN -> DO -> CHECK -> ACT

Unter PLAN wird ein IST-Zustand erhoben:

  • Wie ist die Organisation innerhalb der Praxis
  • Welche Wege und Routinen gibt es
  • Gibt es einen aktuellen Hygieneplan
  • Gibt es ein Praxisbuch
  • Wer macht was
  • Wo liegen potentielle Fehlerquellen und was sind die Folgen

Weiter gehts mit DO:

  • Was soll wann umgesetzt werden
  • Welche Änderungen sind sinnvoll
  • Welche Änderungen sind gesetzlich verankert
  • Wie sind dabei die Verantwortlichkeiten
  • Wann ist der Termin für den CHECK

CHECK wird einen definierten Zeitraum später angesetzt um den Weg zu kontrollieren.

  • Alle Punkte aus dem DO werden besprochen
  • Was wurde bereits umgesetzt, was nicht
  • Wo hakt es bei der Umsetzung
  • Wo wird noch Hilfe benötigt

Hier kommt ACT ins Spiel:

  • Sind wir schon an einer definierten Zielsetzung
  • Idealzustand planen und Weg dorthin besprechen
  • Wie groß ist die Diskrepanz von IST und ACT

Für eine bestehende Praxis, die bislang höchstens einen Vorgedruckten Hygieneplan in der Schublade hatte, ist es etwas Aufwand und kostet Zeit, sich ein funktionierendes System zu erarbeiten. Aber es lohnt sich sehr. Ist der Weg dahin erst einmal geebnet, lohnt es sich, sich mit den DIN-Normen für Praxen zu beschäftigen. Das ist zwar für kleine Praxen nicht unbedingt notwendig, kann aber durchaus ein Alleinstellungsmerkmal sein der uns in Konkurrenzsituation helfen kann. Also los, keine Scheu vor Qualität!

Und nicht vergessen: Wir können dich auch noch mehr unterstützen!
Zum Beispiel so:

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